Glutenfrei unterwegs: Sardinien

Urlaubszeit: Ziel ist gewählt, Flüge und Unterkunft gebucht und dann stellt sich für mich die Frage: wie sieht es mit glutenfreiem Essen aus. Ich erzähle Euch von meinen Erfahrungen aus dem Kurzurlaub auf Sardinien.

Vor drei Wochen war ich mit zwei guten Freunden recht spontan im Urlaub. Via Blindbooking war das Ziel Sardinien schnell entschieden. Statt mir groß Gedanken zu machen, was es dort für glutenfreies Essen geben könnte, habe ich mir gedacht: Irgendwas werde ich schon finden! Ich möchte gerne meine Erfahrungen mit Euch teilen. Der Blogartikel ist zweigeteilt: ein Abschnitt zur Stadt Olbia und der zweite zur Stadt Porto Torres. In beiden haben wir wenige Tage verbracht und verschiedene Erfahrungen gemacht.

Olbia

Wir kamen nachmittags in Olbia an, stellten unser Gepäck schnell im Zimmer ab und gingen in die Stadt. Da wir nach der Anreise doch sehr hungrig waren, beschlossen wir erst mal etwas essen zu gehen. Und wie gehört es sich in Italien? Richtig, Pizza! Wir waren noch nicht richtig im kleinen Zentrum angekommen und uns strahlte ein Schild entgegen: Kitchen always open. Pizza. glutenfreie Pizza Glutenfree. Die Aussage „Free WiFi“ überzeugte uns nur noch mehr, also bestellten wir uns jeder eine Pizza. Meine war etwas kleiner als die anderen, aber ebenfalls genauso lecker. Im Anschluss ging es in den Supermarkt Reiseproviant für die Fahrt nach Porto Torres kaufen. Wir fanden einen kleinen Supermarkt in der Nähe des Bahnhofes. Die Auswahl an glutenfreien Produkten war absolut ausreichend. Es gab verschiedene Sorten Kekse, Cracker und Brot. Von Barilla gab es ein recht großes Sortiment an Nudeln. Ich habe mir eine Packung Suppennudeln mitgenommen, da ich die hier in Deutschland noch nicht gesehen habe.

Porto Torres

glutenfreies EisUnser eigentliches Hauptziel des Urlaubs war die Stadt Porto Torres im Nord-Westen der Insel. Direkt neben unserer Wohnung gab es einen Lidl, wo wir uns mit den Lebensmitteln für die nächsten Tage eindeckten. Von der glutenfreien Auswahl war ich zum einen sehr positiv überrascht, zum anderen enttäuscht. Direkt am Eingang konnte ich einige Sorten von glutenfreien Keksen entdecken. Im Tiefkühlregal fand ich zwei Sorten Eis. Ich holte eine Packung Sandwich-Eis, da ich das in Deutschland sehr selten gesehen habe. Das hielt aber leider nicht so lange, da das Eis meinen Freunden ebenfalls besser als normales Eis schmeckte. Die nächste Überraschung im Supermarkt war das glutenfreie Bier. glutenfreies Bier Es gab sogar gleich zwei Sorten in praktischen Dreier-Packs zu kaufen. Da ich seit der Unverträglichkeit Wein bevorzuge, habe ich diese nicht probiert. Dennoch war ich beeindruckt, dass es dies dort im Supermarkt gibt und nicht wie hier in Deutschland lediglich in ausgewählten Bio-Läden und großen Getränkemärkten. Was ich jedoch vergeblich gesucht habe und mir auch kein Verkäufer weiterhelfen konnte, war Brot. Im ganzen Supermarkt gab es kein glutenfreies Brot oder etwas Vergleichbares. Also landete eine Packung Reiswaffeln im Einkaufswagen. Nicht mein absoluter Favorit, aber wie sich herausstellte, ist Reiswaffel mit Avocado zum Frühstück doch nicht die verkehrte Wahl. Da wir nur drei Tage in Porto Torres waren, waren die Reiswaffeln völlig ausreichend, das nächste Mal würde ich jedoch eine Packung Brot in den Koffer stecken.
Auch die Lokalauswahl mit glutenfreien Alternativen war durchwachsen. Teilweise sind wir zwei Stunden herumgelaufen, bis wir etwas gefunden hatten.glutenfreie Nudeln Im „La Medusa“ in der Innenstadt wurden wir mit glutenfreier Pasta fündig. Zwar gab es „nur“ Spaghetti, doch wie es sich für italienische Pasta gehört, waren sie sehr lecker. „La Medusa“ ist eine Mischung aus Bar und Restaurant, doch gab es eine größere Auswahl an Saucen, als in manch anderen Restaurants, die nur Pasta mit Meeresfrüchten angeboten haben. Bei Tomatensauce, Carbonara und  Co. ist für jeden etwas dabei.
Wer es etwas süßer mag, geht ins „Il Castrillo“ in der Nähe des Hafens. Dort stehen schon außen glutenfreie Crêpes und Kuchen angeschrieben. Als ich mir einen Crêpe bestellte vergewisserte sich die Bedienung bei ihren Kolleginnen noch einmal, ob Nutella und Sahne glutenfrei waren.glutenfreier Crepe

Fazit

Der Urlaub war sehr schön und ich würde sofort wieder nach Sardinien fliegen. Nur das nächste Mal würde ich im Voraus mehr recherchieren, wie es mit der Auswahl glutenfreien Produkten und Restaurants aussieht.
In Sardnien selbst, fragt lieber noch einmal nach, ob ein Restaurant nicht doch glutenfreie Gerichte anbietet, da es nicht überall von außen ansteht. Da wenige Italiener Englisch sprechen ist es besser mit wenigen Brocken Italienisch zu fragen. Ein Einfaches „Pizza senza glutine“ oder „Pasta senza glutine“ hat ausgereicht um sich zu verständigen.
In diesem Sinne dann: Buon appetito!

 

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