Food-Trend im Selbstversuch: Sushi-Bowl

Bowls sind zur Zeit in aller Munde: Smoothie-Bowls, Burrito-Bowls, Acai-Bowl, Sushi-Bowls. Ich habe den Versuch gewagt, die letzte Variante selbst zu machen.

Vor einiger Zeit habe ich Sushi für mich entdeckt. Viele Jahre dachte ich: Ihh, Algen und dazu noch roher Fisch, das kann doch gar nicht schmecken. Dann war ich das erste Mal mit Freunden Sushi-Essen – und ich war begeistert! Maki mit Avocado, Nigiri mit Lachs oder California Roll, alle ziemlich lecker. Diese sind auch so mit meine Favourites, mit Rettich oder frittiert (ist sowieso nicht glutenfrei) brauche ich eigentlich gar nicht.

Da gutes Sushi meist recht teuer ist, habe ich schon das ein oder andere Mal mit Freunden und der Familie selbst Sushi gemacht. Um die Zutaten zu kaufen muss man keinen großen Aufwand betreiben: In nahezu jeder größeren Stadt gibt es mittlerweise Asia-Läden oder auch, wie sagt man so schön, gut sortierte Supermärkte des Vertrauens haben oft eine Asia-Abteilung. Auch das Rollen ist gar nicht so schwer, spätestens nach der dritten Rolle hat man es raus. Es dauert nur recht lange, also dachte ich, probiere ich mich mal an Sushi-Bowl – alle guten Zutaten von Sushi, aber ich muss nicht rollen.

Ich habe angefangen den Suhsi-Reis zu kochen: Zuerst muss der Reis so lange abgewaschen werden, bis das Wasser klar ist. Danach wird er mit Wasser auf niedriger Stufe etwa 20 Minuten gekocht. Anschließend mit Zucker und Reisessig verrühren und ein wenig abkühlen lassen. In der Zwischenzeit kann man schon die weiteren Zutaten klein schneiden; in meinem Fall habe ich mich für Lachs, Avocado, Gurke und Noriblätter entschieden. Lachs, Avocado und Gurke so klein schneiden, als wenn ihr sie in eine Sushi-Rolle wickeln wolltet. Auch das Noriblatt muss klein geschnitten werden, damit man es mit den anderen Zutaten in einer Schüssel essen kann. Und damit ist die Bowl schon fast fertig: alles nur noch in einer Schüssel anrichten, mit Soja-Soße servieren und fertig! Optisch macht die Bowl auf jeden Fall schon ziemlich was her.

Guten Appetit! Aber wie…

Damit es schön asiatisch ist, habe ich mir natürlich Stäbchen dazu gekauft. Ich bin auch bei normalem Sushi schon nicht sehr geschickt damit, da ließen sich die einzelnen Reiskörner in der Bowl so noch weniger aufgabeln. Nachdem ich zwei Bissen später nichts weiter als drei Reiskörner gegessen habe, entschied ich mich für den Löffel. Die zweite Herausforderung war: Wie esse ich das möglichst zusammen? Ich möchte ja nicht erst einen Löffel voll Reis, dann einen mit Avocado, dann eine mit Lachs und so weiter. Also sah meine Essensweise dann folgendermaßen aus: Zuerst habe ich ein wenig Soja-Soße über den Reisgeträufelt, habe dann einen Löffel davon genommen und auf diesen dann immer die anderen Zutaten dazugelegt. Ich gebe es zu ein wenig umständlich, aber nur so konnte man eine Mischung aus mehreren Zutaten gleichzeitig essen.

Also, wie ihr seht, ist eine Sushi-Bowl recht umständlich zu essen und es sieht auch sehr amüsant aus. Das nächste Mal investiere ich lieber eine viertel Stunde länger und rolle mein Sushi. So hat man gleich das passende Verhältnis von Noriblatt, Reis und den weiteren Zutaten. 🙂

 

Ihr wollt auch mal die Suhsi-Bowl ausprobieren? Dies waren meine Zutaten (für 2 Personen):

  • 200 g Sushi-Reis
  • 3 EL Reisessig
  • 1 EL Zucker
  • 2 Noriblätter
  • 1 Stück Gurke
  • ½ Avocado
  • 100 g Lachs
  • Sojasauce

Ich freue mich über eure Erfahrungen und Bilder von der Sushi-Bowl. Ob als Kommentar oder Post mit #zweierlei! 🙂

 

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